Rede zum Antihomophobietag

Da am 17.05.2013 der Tag gegen Homophobie ist und die JuPis daran auch teilnehmen, habe ich dazu ein Statement ausgearbeitet und stelle es hier auch zur Verfügung:

Wir sind alle aus ein und demselben Grund heute hier: Weil wir Menschen sind – um gegen Vorurteile, Hass gegenüber gleichgeschlechtlichen Paaren vorzugehen. Der bekannte § 175 des Strafgesetzbuches wurde 1994, also viel zu spät ersatzlos gestrichen.

Es ist bedauerlich, dass ein Land wie Deutschland bis heute die Rechte von Homosexuellen noch nicht adäquat angepasst hat. „Bereits“ 2001 haben die Niederlande die Ehe für Homosexuelle geöffnet und bald daraufhin im Jahre 2003 tat dies Belgien und selbst ein erzkatholisches Land wie Spanien öffnete Tür und Tor für die gleichgeschlechtliche Ehe im Jahr  2005.

Sogar in den USA werden die Bundesstaaten fortwährend liberaler und menschlicher und erlauben die gleichgeschlechtliche Ehe. Vor kurzem haben erst Washington, Maryland, Rhode Island, Minnesota und Delaware für die Öffnung der Ehe für Gleichgeschlechtliche gestimmt. Mittlerweile sind es 11 Bundesstaaten die in den USA die Homosexuellen-Ehe geffönet haben. Wann wird  Deutschland diese Rechte den gleichgeschlechtlichen Ehen endlich und zu Recht zusprechen?

Leider hinkt Deutschland diesem richtigen Trend hinterher und schafft es nicht  sich auf politischer Ebene weiterzuentwickeln. Das Bundesverfassungsgericht wird im Sommer ein Urteil fällen, in dem die Hauptaussage sein wird: »Alle Menschen sind gleich – Homosexuelle sind Menschen! « Spätestens dann wird die Bundesregierung handeln müssen. Es ist eine Schmach, dass hier bis heute eine Diskriminierung stattfindet und das seitens des Staates.

Woher kommt diese Angst? Woher dieser Hass? Es ist nicht nachvollziehbar: Weder „die Familie“ ist bedroht, noch die Gesellschaft vom Aussterben. Seit es Menschen gibt, existiert auch die Homosexualität und wie man sieht, ist die Menschheit nicht ausgestorben. Keines der aktuellen Argumente ist für einen logisch denkenden Menschen rational nachvollziehbar.

Auch gegen die Verwendung des Wortes „Schwul“ synonym für negative Worte wie  Beleidigungen sind nicht tolerierbar und keineswegs angemessen. Gegen  all diese Problematiken reichen wir uns heute die Hand und zeigen, dass  es irrelevant ist wen man liebt, mit wem man schläft, solange man  glücklich ist.

Wir wollen keine Toleranz! Wir wollen keine Akzeptanz! Wir wollen einfach als Menschen wahrgenommen und respektiert werden.

Die Rede hat Alexander Schilling für mich gehalten:

https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=igRB7ARh1ck

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