»Der Onkel Fury erzählt was über Geschlechter«

The Fury am Bundesparteitag 2012.2 Piraten - Geschossen von @FlauschHanu

The Fury am Bundesparteitag 2012.2 Piraten – Geschossen von @FlauschHanu 2012

So der Onkel Fury wird euch heute mal seine Gedanken aus dem Tablet vorlesen. Ich möchte meine persönliche Sicht und meine Meinung kundtun über $Dinge die $Menschen über Geschlechter und Sexualität so äußern. Dieses Thema beschäftigt mich nicht zuletzt aufgrund der vielen „Genderdebatten“, als auch deswegen, dass ich selbst vor einiger Zeit einen Beitrag „Reaktionen auf einen Partner“ diesbezüglich schrieb.

Sehr lange habe ich mir kuriose Fragen zu meiner Identität und zu der damit verbundenen Sexualität gemacht: »Bin ich schwul? « »Bin ich hetero? « »Bin ich bi? « Sicherlich stellen sich viele Menschen diese Frage, doch ist es zielführend? Was bringt einem das Ergebnis? Gewissheit vielleicht? Nun ich habe mir weiterhin Gedanken und skizziere meinen Gedankengang.

Ich hatte diverse Beziehungen zu Frauen, die ich alle sehr geliebt habe und ebenso frühzeitig Gefühle für manch einen Mann. Sexuell kannte ich mehr oder weniger beide Seiten. Es sei mal so dahingestellt, ob man an die richtigen Menschen geraten ist, ob der Sex / die Beziehung etwas getaugt haben oder nicht. Ich war zu den jeweiligen Situationen stets zufrieden und glücklich – selbstverständlich gab es Probleme in den Beziehungen, aber das sehe ich nicht als allzu außergewöhnlich an. Somit habe ich die Bewertungsgrundlage geschaffen für meine weiteren Gedanken.

Vor kurzer Zeit habe ich mir Gedanken dazu gemacht, ob ich schwul bin oder bi. Im Nachgang frage ich mich, wieso ich  mich selbst kategorisieren wollte. Ich denke man verliebt sich nicht in Geschlechter, nicht in Mann oder Frau – man verliebt sich in Menschen. Es wäre ja sogar annehmbar, dass man sich in ein anderes Wesen – sei es von einem anderen Planeten – sich verliebt und glücklich sein könnte. Doch unsere Gesellschaft oder der große Teil davon sieht es anders. Es gehören zusammen Mann und Frau und nicht Mann und Mann oder Frau und Frau. So ein Unsinn – wonach streben wir Menschen? Streben wir nicht nach Glück, Zufriedenheit, Befriedigung, $postive_Dinge? Ich muss mich nicht pressen lassen in eine Schublade, die besagt, dass ich schwul bin. Spielt es eine Rolle? Ich denke nicht, würde ich doch auch niemals einen heterosexuellen nach seiner Sexualität befragen und nur weil es für mich „anders“ ist, deswegen nicht bei allem Möglichen darauf reagieren. Da kommen einem Vorurteile wie: »Schwule haben öfters HIV« in den Sinn oder andere Dinge.

Ich persönlich finde es arg bedauerlich, dass die Schwulenszene / $jede_andere_Szene sich nach außen hin stolz präsentieren muss, mit Flagge gegen diese internalisierten Vorurteile kämpfen muss. Können wir nicht einfach so leben wie wir wollen? Spielt es denn wirklich eine Rolle, mit wem ich zusammenkomme / schlafe? Ich finde es traurig und schade, dass ich anders behandelt werde, weil ich vermeintlich schwul bin. Ich möchte keine Sonderregelung. Sicherlich war es ungewohnt mit einem Mann nun zusammen zu sein – aber wieso? Wir sind so erzogen worden, es ist in uns drinnen, dass dies nicht normal ist. Ich finde es bedauerlich, dass es Teile dieser Welt gibt, wo man wegen Homosexualität verfolgt wird. Wir sind alle Menschen.

Ich möchte mich gar nicht mehr auf ein Geschlecht einschießen. Ich möchte auch nicht kategorisiert werden. Ich möchte einfach als Mensch akzeptiert werden, der nach Lust und Laune  (jawohl!) Beziehung jeglicher Art eingeht, sei es sexuell oder im Sinne einer festen Beziehung. Ich finde an Frauen als auch Männer unterschiedliche Reize, Aspekte, Arten und das unterschiedlich gewichtet gut oder schlecht. Die Welt besteht nicht nur aus 0 und 1, im menschlichen Bereich gibt es auch was dazwischen. Es ist  nicht binär unser Leben.

 

 

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